Ankündigung: Filmabend mit Robin Jähne und Sarah Herbort

Der Uhu fliegt an, scheint direkt aus der Leinwand heraus kommen zu wollen.  Später knabbert er sogar am Kameraobjektiv. Was Naturfilmer Robin Jähne und seine Kollegin Sarah Herbort da eingefangen haben, ist das Ergebnis von dutzenden Stunden geduldigen Wartens. Es sind einzigartige Einblicke in die heimische Natur, was direkt vor unserer Haustür, in unseren Wäldern geschieht.

An diesen Einblicken lassen die Detmolder Filmer ihre Zuschauer gerne teilhaben. Am 23. Januar sind sie wieder zu Gast beim Tennisclub Blau-Weiß Horn. Im Clubhaus stellen sie um 19:30 Uhr eine Reihe von Kurzfilmen vor, gewähren aber auch Einblicke in ihre Arbeit mit kleinen Anekdoten und Erlebnissen.

„Als Naturfilmer ist man natürlich auch in der weiten Welt unterwegs“, berichtet Jähne, der in Äthiopien für die UNESCO drehte, im Oman Unterwasseraufnahmen machte oder auf Madagaskar Lemuren im Urwald besuchte. „Es ist aber immer wieder schön, in der Lippischen Heimat, am Teutoburger Wald zu drehen. Auch hier sind bei genauerem Hinsehen interessante Tiergeschichten zu entdecken. Das Land des Hermanns ist nicht weniger spannend als die Regenzeit in Madagaskar oder die Wüste auf der arabischen Halbinsel“, sagt Herbort.

Mit einem Thema, das größtenteils im Lipperland gedreht wurde, erhielten die Detmolder Filmer internationale Preise. Ihr Streifen „Das Jahr des Rotmilans“ wurde beim renommierten Greenscreen-Festival als beste unabhängige Produktion ausgezeichnet.

„Wir müssen oft für unsere Filme besondere Technik entwickeln“, so Jähne. Denn den Filmern geht es um hautnahe Einblicke in das Leben ihrer Protagonisten, ohne sie jedoch zu stören. „In einem solchen Fall würden wir die Dreharbeiten sofort abbrechen. Denn wir legen Wert auf das authentische Verhalten“, sagt Sarah Herbort.

So auch, als sie für das Lippische Landesmuseum einen Film über die Falkenburg drehten. Zwar ging es da weniger um tierische Protagonisten, wohl aber darum, historische Ereignisse entsprechend darzustellen. Auch bei dieser Arbeit wurde sehr viel Wert auf Authentizität gelegt – mit originalgetreuen Kostümen oder eigens angefertigten Brandpfeilen für eine Schlachtszene.

Die von dem Team oft eigens entwickelte Technik macht die Filme zu einem besonderen Erlebnis – inzwischen werden die Bilder, die so entstehen, immer wieder auch in Sendungen wie „Expedition ins Tierreich“, „planet e“ oder „Abenteuer Erde“ auf verschiedenen Fernsehkanälen gezeigt.

„Uns geht es darum, die Begeisterung, die wir für die Natur empfinden, auf unsere Zuschauer zu übertragen, und ganz nebenbei Wissenswertes zu vermitteln. So möchten wir einen Beitrag zum Verständnis und zum Schutz unseres Ökosystems zu leisten“, sagt Jähne zu der Motivation der Naturfilmer.

Wir freuen uns auf einen schönen Filmabend mit Sarah und Robin!

Der Eintritt beträgt 9 Euro, ab 18.30 Uhr werden leckere Würstchen gegrillt und Glühwein ausgeschenkt!